Das Jahr des Umzuges; letzte Vorbereitungen.

Es herrscht Aufbruchstimmung. Nach all den Jahren zeitaufwendigen und nervzerreibenden Verhandlungen mit der Stadtverwaltung, kann man sich endlich voll und ganz auf die Gestaltung der neuen Anlage konzentrieren.
Die erste AR/VS Sitzung findet bereits am 28.1. im Gasthaus "Löwen" in Friedingen statt. Man zieht Bilanz über den erfolgten Geländetausch mit der Stadt Singen: von den 1,05 Mio. DM verbleiben nach  Steuern  954.288,21 DM.
Alsbald wird mit der Planung der neuen Anlage begonnen, dafür werden Angebote für den Bau von Vereinsheim und Gartenhäuschen durch Herrn Stöcklin vorgetragen. Es wird einstimmig über folgende Punkte entschieden:
Vereinsheim:
- die Bauweise des Vereinsheimes soll eine herkömmliche sein
- den Zuschlag erhielt das Angebot der Fa. Maurer/Wetzstein
- das Baufenster des Vereinsheims wird auf 20 x 10m festgelegt, der Freisitz beträgt 10 x 10m.
Gartenhäuschen:
- es besteht ein Bedarf von 32 Stück, einstimmig beschlossen wird die Eigenmontage
- die Fa. "Renner"  erhält den Zuschlag
Die Kosten für Vereinsheim mit Innenausstattung und Gartenhäuschen werden mit etwa 1,375 Mio. DM veranschlagt.

Im März finden insgesamt 3 AR/VS Sitzungen statt, welche allesamt organisatorische Maßnahmen zur Erstellung des neuen Geländes und den Umzug dahin betreffen. Am 25.3. wird die alte Satzung überarbeitet. Es wird gleichzeitig eine Geschäftsordnung "Aufsichtsrat" und eine "Vorstand" beschlossen. Die Pacht für `94 bleibt bei 40 DM/Ar, die neu beschlossenen Stammanteile von 50 DM/Ar können durch Arbeitseinsätze abgeleistet werden.

Die GV findet am 11.4. im ESV Clubheim statt.
Herr Schaupp bemängelt hierbei den schleppenden Gang der Arbeiten auf dem neuen Gelände: fertig seien bisher nur der Hauptparkplatz und die Kanalisation. Mit den vereinbarten Terminen sei man jedoch in Verzug.
Der Prüfbericht für 1991 - 1992 ist ohne Beanstandungen. Der Gewinn im Jahre 1993 beträgt 2.632,58 DM, die Bilanzsumme hat sich von 20.000 auf 1.500.000 erhöht. Ende 1993 zählte die Genossenschaft 96 Mitglieder.
Die neue Satzung wird der Mustersatzung angepasst. Die letzten Änderungen wurden am 8.5.1976 vorgenommen.
H. Stöcklin liest die Änderungen sowie die wichtigsten Abschnitte der neuen Satzung vor, worauf die Generalversammlung die neue Satzung einstimmig annimmt.
H. Groß präsentiert im Rückblick den Ablauf der Verhandlungen mit der Stadt und informiert über den Stand der neuen Anlage, welche mit 8-wöchigem Verzug nicht termingerecht fertiggestellt werden kann. Das Baurechtsamt verzögert die Arbeiten zusätzlich mit Einsprüchen und Vorschriften. Er verliest den neuen Pachtvertrag.
H. Stöcklin präsentiert über einen Diavortrag das Voranschreiten der Arbeiten an der neuen Anlage.
Es folgt ein Überblick der anstehenden Arbeitseinsätze durch die Mitglieder:
- Fundamente gießen,
- Gartenhäuschen nach Mustervorlage aufbauen,
- Wasserleitungen anschließen

Am 13.11. findet eine VS/AR Sitzung bei H.Schaupp statt. Hierbei wird die Eröffnung des Vereinsheims auf den  16.12.
festgesetzt, welche mit einer AR/VS Sitzung einhergehen soll. Dafür muss der Baufortschritt regelmäßig überwacht werden. Der Name des Vereinsheimes steht nun auch fest. Es heißt:
                                                                   Schanzstuben
                                                               Gartengenossenschaft
Weiter wird festgestellt, dass der Arbeitseinsatz nicht zufriedenstellend verläuft; H. Stöcklin wünscht sich mehr Unterstützung durch den Aufsichtsrat.

Eine Gartenbegehung - Gelände alt und neu - findet am 13.11. statt. Die Anspannungen der letzten Monate kommen nun zum Tragen, die Begehung endet im Eklat. H.Stöcklin hat vor der Begehung einen Beschluss des Aufsichtsrates bezüglich des AR Mitgliedes  H.Ferch gefordert. Er lehnt die Zusammenarbeit mit H.Ferch ab. Da der AR keine Entscheidung getroffen hat, verlässt H.Stöcklin  demonstrativ die Begehung des alten Geländes und begibt sich auf das neue Gelände.
 Die anschließende Begehung des neuen Geländes ergibt ein Bild über die harte Arbeit, die während der letzten Monate geleistet wurde. Neben einigen festzustellenden Mängel ist man sehr zufrieden und somit komme ich nicht umhin, den letzten Satz aus dem Protokoll des H.Pittelkow wörtlich zu zitieren, womit auch das Jahr 1994 abgeschlossen wurde:
"wenn die noch offenen Mängel behoben sind und alle Mitglieder an einem Strang ziehen kann die Neue Gartenanlage
inklusive Vereinsheim zu einem blühenden Paradies erwachen"

 

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